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Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors aus mütterlichem Blut

Schwangeren mit dem Blutgruppenmerkmal »Rhesus negativ« wird ab dem 1. Juli 2021 die Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors aus mütterlichen Blut (NIPT) als Vorsorgeuntersuchung angeboten. Die vorgeburtliche Bestimmung des Rhesusfaktors ermöglicht eine gezielte Anti-D-Prophylaxe bei RhD negativen Schwangeren die ein RhD positives Kind erwarten. Die nicht notwendige Gabe von Immunglobulinen (Anti-D) wird bei Schwangeren, die ein Rhesus­negatives Kind erwarten, vermieden. Das derzeitige Verfahren ist ausschließlich für Einlings­schwanger­schaften zugelassen.

Wir bieten Ihnen die Untersuchung des fetalen Rhesusfaktors aus mütterlichem Blut in Kooperation mit einem Partnerlabor an. Die Untersuchung darf frühestens ab der 12. Schwangerschaftswoche erfolgen. Die Analyse wird ab der 19. Schwangerschaftswoche empfohlen, da dann ausreichend fetales Material (DNA Fragmente von der Placenta) für die molekular-genetische Untersuchung im mütterlichen Blut zirkuliert.

Der Befundversand vom untersuchenden Labor erfolgt direkt an die einsendende Praxis nach 7-10 Tagen. Daher ist in klinischen Akutsituationen der Schwangeren die bekannte Rhesusprophylaxe mit Immunglobulinen nach wie vor erforderlich.


Untersuchungsmaterial:

Ein großes separates mit Namen und Geburtsdatum der Mutter beschriftetes EDTA-Röhrchen (Volumen 9-10 ml), die von Arzt und der Patientin unterschriebene Einverständniserklärung nach GenDG sowie die Angabe der Schwangerschaftswoche. Da es sich um eine vorgeburtliche genetische Analyse handelt, gelten die ärztlichen Aufklärungs- und Beratungsverpflichtungen entsprechend Gendiagnostikgesetz.